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Traumatologie

Die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie stellt rund um die Uhr die effektive und qualifizierte Behandlung von solitär-, mehrfachverletzten sowie polytraumatisierten Patienten einschließlich Wirbelsäulenverletzungen sicher. Durch die Anbindung des am Klinikum stationierten Rettungshubschraubers „Christoph 30“ (www.christoph30.com) kann eine systematische und strukturierte Versorgung von schwerverletzten Patienten bereits am Unfallort beginnend gewährleistet werden.

Zudem steht im neu erbauten Bereich der Zentralen Notaufnahme ein voll ausgerüsteter Schockraum und modernste digitale Röntgentechnik für die Notfallversorgung zur Verfügung.

Unser Klinikum ist in das Traumanetzwerk Nordost-Niedersachsen eingebunden. Für die weitere Versorgung Schädel-Hirn-Verletzter besteht eine enge Kooperation mit den umliegenden Neurochirurgischen Kliniken.

Moderne Traumatologie

 

 

 

Schienenlagerung und Repositionstechnik aus dem Mittelalter

 

Die Entdeckung der Antisepsis/Asepsis Mitte des 19. Jahrhunderts, die Entwicklung von Narkosemitteln sowie der Entwicklung der Röntgentechnik 1895 durch Konrad Röntgen schufen die Voraussetzung, gezielt operativ tätig zu werden.

Die ersten Beschreibungen von Platten-/ Schraubenkonsruktionen an Knochen durch Carl Hansmann datieren aus dem Jahr 1886.

Trotzdem blieb die Knochenbruchbehandlung zunächst eine Domäne der konservativen Therapie. Erst ab Anfang der 60er Jahre durch die maßgebliche Förderung durch die Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (AO), die für eine Vereinheitlichung und Strukturierung der operativen Knochenbruchbehandlung sorgte, nahm die operative Traumatologie eine beschleunigte Entwicklung.

Wurde zunächst versucht, eine exakte Wiederherstellung des Knochens mit hoher mechanischer Stabilität durch den Einsatz möglichst vieler Schrauben und Platten zu erreichen, zeigte sich hierbei allerdings eine Kompromittierung der Durchblutung des Knochens mit der Folge von Heilungsstörungen und Infekten.

Knochennekrose der Tibia nach offener Doppelplattenosteosynthese mit Kompressionsplatten

 

In den späten 80er- und 90er-Jahren war die operative Frakturbehandlung durch den Begriff „biologische Osteosynthese” geprägt. Die lange praktizierten Plattenosteosynthesen mit exakter anatomischer Reposition von Frakturen wurden zugunsten sog. biologischer Osteosyntheseverfahren weitestgehend verlassen.

Es handelt sich hierbei um minimalinvasive Verfahren, die ohne weitere Kompromittierung der Frakturzone in gedeckter Operationstechnik implantiert werden (z. B. Verriegelungsmarknägel) und die eine frühe funktionelle Nachbehandlung, in vielen Fällen sogar die volle Belastbarkeit der verletzten Extremitäten erlauben. Mit diesen Fixationstechniken konnte die Knochenbruchheilung wesentlich effektiver und häufig schneller erreicht werden als mit den herkömmlichen Techniken. Dies gilt insbesondere für Frakturen mit großen Trümmerzonen.

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen haben sich bei der Implantationstechnik sowie den Implantaten in den letzten Jahren dramatische Neuerungen ergeben. So ermöglichen sog. „winkelstabile“ Implantate eine Überbrückung einer Frakturzone, ohne den Knochen durch zusätzlichen Auflagedruck zu schädigen. Dies ermöglicht ein weichteilschonendes Operieren ohne ausgedehnte Zugangsnarben.

Versorgung einer Tibiafraktur druch minimal-invasive LISS-Platte.

KTQ - KTQ-Reha - DIN ISO
Nahezu alle Einrichtungen im Sana-Verbund sind inzwischen zertifiziert.