Arbeits- und Wegeunfälle
Die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle im Jahre 2006 betrug 833.502, davon 642 tödliche Unfälle. Dies entspricht einer Inzidenz von 27,6 Arbeitsunfällen pro 1.000 Vollarbeiter, wobei bestimmte Wirtschaftszweige ein besonders hohes Risiko aufweisen (Bau, Holz, Verkehr). Bei den Wegeunfällen wurden 158.769 Meldungen registriert, was einer Inzidenz von 4,6/1.000 Vollarbeitern entspricht. Das Spektrum der hierbei erlittenen Verletzungen ist sehr breit und vielfältig und reicht vom einfachen Umknicktrauma des Fußes bis zum polytraumatisierten Patienten.
Die Notfallambulanz der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie ist durchgehend und ganzjährig 24 Stunden geöffnet.
Leichte Verletzungen wie Umknickverletzungen und Verdrehtraumen der Gliedmaßen werden ebenso wie Schnittverletzungen an Fingern und Kopfplatzwunden ambulant behandelt. Auch unverschobene Brüche an Händen, Handgelenken und im Fußbereich werden hier nach vorheriger Röntgenuntersuchung geschient und der ambulanten Weiterbehandlung zugeführt.
Die ambulante Weiterbehandlung wird in der Regel durch qualifizierte und zum berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren zugelassene Durchgangsärzte (D-Ärzte) heimatnah fortgeführt. Dies gilt insbesondere für uns von niedergelassenen D-Ärzten zugewiesenen Patienten, die nicht zwingender Weise von uns weiterbehandelt werden müssen.
Liegen einfache Verletzungen (z. B. Kopfplatzwunden) vor, kann die ambulante Weiterbehandlung auch durch einen Allgemeinmediziner fortgeführt werden.
Komplexe Verletzungen der Hand, Brüche der langen Röhrenknochen, gelenknahe Brüche oder auch Gelenkbrüche werden nach Primärversorgung in unserer Notfallambulanz (Schmerztherapie, Reposition und Schienung der Brüche, Verbandanlage, Tetanusimpfung, etc) in der Regel operativ versorgt. In geeigneten Fällen geschieht auch dieses ambulant. Zum Teil ist zur effektiven Behandlung, Wundkontrolle und Schmerztherapie ein stationärer Aufenthalt notwendig.




