Herzschrittmacher
Auf die Herzschrittmacher-Therapie kann seit mehr als 20 Jahren zurückgesehen werden. Es werden jährlich ca. 200 Ein-, Zwei- und Drei-Kammer-Schrittmachersysteme implantiert.
Je nach Form der bradykarden Herzrhythmusstörung werden Ein- oder Zwei-Kammer-Schrittmacher-Systeme implantiert (60% Zwei- und 40% Ein-Kammer-Systeme). Durch Verwendung frequenzadaptativer Systeme mit integriertem Sensor kann sowohl bei einem Einkammer- wie Zwei-Kammer-System eine ausreichende Frequenzsteigerung unter Belastung erreicht werden.
Bei fortgeschrittener Herzschwäche kann durch Implantation einer weiteren Sonde über die Herzvene ein Zwei-Kammer-Schrittmacher-System zu einem sogenannten Drei-Kammer-Schrittmacher-System erweitert werden. Die CRT („Cardiale Resynchronisations-Therapie“) wird in unserem Hause seit 2005 durchgeführt.
Durch Einsatz von implantierbaren automatischen Defibrillatoren (ICD) kann ein plötzlicher Herztod durch schnelle Arrhythmien wie Kammerflattern oder -flimmern vermieden werden. Ein überlebter Herzstillstand ist ebenso wie eine hochgradige Herzmuskelschwäche mit stark eingeschränkter Pumpfunktion Indikation für ein derartiges System. CRT- und ICD-Therapie können miteinander kombiniert werden. Auch ICDs werden in unserer Abteilung seit 2005 in zunehmender Anzahl implantiert.
Die Implantation der Schrittmacher-Systeme erfolgt in Kooperation mit der Klinik für Abdominal- und Viszeralchirurgie.
In der Herzschrittmacher-Ambulanz werden Systeme von Biotronik, Medtronic, St. Jude-Medical, Vitatron und Boston Scientific (Guidant) ausgemessen.




