Klinik für orthopädische Chirurgie, Sporttraumatologie und Unfallchirurgie

Die Klinik für orthopädische Chirurgie, Sporttraumatologie und Unfallchirurgie stellt die unfallchirurgische Versorgung der Region Wolfenbüttel sicher. Sie deckt das gesamte Spektrum der modernen Traumatologie ab und stellt rund um die Uhr die effektive und qualifizierte Behandlung von solitär-, mehrfachverletzten sowie polytraumatisierten Patienten einschließlich Wirbelsäulenverletzungen sicher.

Durch die Anbindung des am Klinikum Wolfenbüttel stationierten Rettungshubschraubers „Christoph 30“ kann eine systematische und strukturierte Versorgung von schwerverletzten Patienten bereits am Unfallort beginnend, gewährleistet werden.

Zudem steht im neu erbauten Bereich der Zentralen Notaufnahme ein voll ausgerüsteter Schockraum und modernste digitale Röntgentechnik für die Notfallversorgung zur Verfügung.

Unser Klinikum ist in das TraumaNetzwerk Nordost-Niedersachsen eingebunden.

Für die weitere Versorgung Schädel-Hirn-Verletzter besteht eine enge Kooperation mit den umliegenden Neurochirurgischen Kliniken.

Wir bieten in unserer Klinik nahezu alle Verfahren zum Gelenkersatz von Voll- oder Teil-Endoprothesen an:

  • Schultergelenk
  • Ellenbogengelenk und Speichenköpfchen
  • Hüftgelenk
  • Kniegelenk
  • Sprunggelenk

Noch während des stationären Aufenthaltes wird ein individueller Plan zur Weiterbehandlung erstellt. Dieser sieht die weitere Behandlung entweder im Rahmen einer Anschlussheilbehandlung (AHB) in unseren Kooperationskliniken (Bad Harzburg, Bad Lauterberg, Bad Salzdethfurth etc.) oder als ambulante Rehabilitation in einer entsprechenden Einrichtung gemäß eines Nachbehandlungsschemas vor.

Ein weiterer Schwerpunkt der Klinik liegt in der Korrektur von Achsfehlstellungen der Extremitätenknochen, wie sie beispielsweise nach fehlverheilten Brüchen auftreten können. Auch erworbene Fehlstellungen beispielsweise des Vorfußes, der sog. „Hallux valgus“ oder auch Hammer- und Krallenzehen werden nach modernsten Erkenntnissen. Zudem ist man auf die Rekonstruktion von verschlissenen oder chronisch instabilen Gelenken an Knie-, Schulter-  und Sprunggelenk spezialisiert.

Ein Großteil der sportmedizinischen Operationen an Gelenken ist heutzutage mit minimalinvasiven Verfahren möglich (Arthroskopie). Daher sind die arthroskopischen Behandlungstechniken an Kniegelenk einschließlich Ersatzoperationen der Kreuzbänder, Schulter, Sprunggelenk und Ellenbogen ein besonderer Schwerpunkt.

Die Abteilung bietet die Durchführung von Ambulanten Operationen an. Zuvor muss jedoch genau geprüft werden, ob es medizinisch sinnvoll und vertretbar ist, eine Operation ambulant durchzuführen. Voraussetzung hierbei ist neben der garantierten häuslichen Versorgung des Patienten ein ausreichender gesundheitlicher Status.

 

 

Klinikum als Endoprothetikzentrum zertifiziert

Endocert Logo

Für Menschen mit Hüft- oder Kniearthrose sind künstliche Gelenke oft eine letzte Hoffnung. Der Gelenkverschleiß verläuft schmerzhaft und schränkt im fortgeschrittenen Stadium die Beweglichkeit nahezu gänzlich ein. Wenn die Beschwerden unerträglich werden, Medikamente und nicht operative Therapien nicht mehr helfen, empfehlen Ärzte ein künstliches Gelenk. Jahr für Jahr werden in Deutschland fast 400.000 Operationen durchgeführt, bei denen Patienten künstliche Gelenke erhalten. In der Klinik für orthopädische Chirurgie, Sporttraumatologie und Unfallchirurgie erfolgen diese Operationen auf höchstem Niveau. Nicht ohne Grund wurde die Klinik jetzt von EndoCert als Endoprotetikzentrum zertifiziert. Somit kann der Patient auf eine hochwertige medizinische Versorgung mit einem künstlichen Gelenk vertrauen.

Über ein Jahr lang hatte das Krankenhaus auf diese hohe Auszeichnung hingearbeitet. „Der Erfolg einer Gelenkersatz-OP hängt von vielen Faktoren ab“, erklärt Dr. Thomas Hockertz, Chefarzt der Klinik für orthopädische Chirurgie, Sporttraumatologie und Unfallchirurgie, der gemeinsam mit Oberarzt Dr. Lars Hollmann und der Qualitätsmanagementbeauftragten Christiane Lange die Zertifizierung begleitet hat. Der rund 50-seitige Anforderungskatalog des Zertifizierers deckt genau diese Faktoren ab. „Unsere Arbeit wurde vor der Zertifizierung und wird auch danach Jahr für Jahr auf Herz und Nieren geprüft, was dem Patienten eine hohe Versorgungssicherheit garantiert. Wir lassen sozusagen die Hosen runter. Alle Abläufe werden durchleuchtet.“, betont Dr. Hockertz.

Die Operation ist ein zentraler Meilenstein in der Behandlung. „Jeder Patient bringt unterschiedliche gesundheitliche Voraussetzungen mit. Daher müssen die Operationsmethoden stets individuell an diese Voraussetzungen angepasst werden“, so Dr. Hockertz. Diese Vielfalt komme ohne Erfahrung nicht zustande – daher müssen zertifizierte Endoprothetikzentren unter anderem mindestens zwei Hauptoperateure beschäftigen. Ein Hauptoperateur muss über langjährige Erfahrung in der Endoprothetik verfügen und mindestens 50 Prothesen pro Jahr operieren. Dem Klinikum stehen derzeit vier Hauptoperateure zur Verfügung.

Ausschlaggebend für den Erfolg ist darüber hinaus nicht zuletzt die Kooperation mit anderen Disziplinen wie der Inneren Medizin, der Anästhesiologie oder der Intensivmedizin, die den Patienten im Umfeld der Operation begleiten. Auch die Bereiche der stationären Pflege, der Physiotherapie und der Nachsorge werden begleitet und durchleuchtet. So gibt es in Wolfenbüttel zum Beispiel schon vor der Operation eine „Gehschulung“ für die Patienten. „Wir sind hier im Vergleich zu anderen Kliniken weit vorne“, betont Dr. Hockertz.

Als zertifiziertes Endoprothetikzentrum hat das Klinikum zudem in organisatorischer Hinsicht eine Fülle von Auflagen zu erfüllen. Jede Prothese muss vor der OP am Computer geplant werden. „Wir loten bei jedem Gelenk aus, welche Technik und welches Implantat am besten geeignet sind“, berichtet Oberarzt Dr. Hollmann. Die Abläufe zwischen Untersuchungen, stationärem Aufenthalt, Schmerz- und Physiotherapie sind vorgeschrieben. Hinzu kommt eine umfangreiche Dokumentationspflicht – so sind nicht nur Operationsdauer und Röntgenergebnisse als Qualitätsmerkmale, sondern beispielsweise Schulungen der Mitarbeiter fest zu halten.

Die einzelnen Prothesen-Planungen werden übrigens schon seit 2011 gespeichert und stehen den Ärzten als Erfahrungsschatz zur Verfügung. Es erfolgen nun jährliche Überprüfungen durch EndoCert sowie alle drei Jahre eine Rezertifizierung des Zentrums.

 

 

Städtisches Klinikum Wolfenbüttel
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