Linksherzkatheterlabor

Das Klinikum Wolfenbüttel verfügt über ein modernstes Herzkatheterlabor. In hellen, großzügigen Räumlichkeiten können dabei  vor allem die Herzkranzgefäße von Patienten untersucht und therapiert werden. Aber auch weitere Prozeduren werden im Herzkatheterlabor vorgenommen. Zur Vor- und Nachbereitung steht ein lichtdurchfluteter Überwachungsraum bereit.

Untersuchungen

Untersuchungen

Während der Untersuchung liegt der Patient auf einem fahrbaren Untersuchungstisch. Nach dem Setzen der örtlichen Betäubung wird zunächst der Zugangsweg gelegt (siehe dort). Es herrscht eine entspannte Untersuchungsatmosphäre, eine Narkose ist nicht notwendig.

Durch den gelegten Zugang  wird ein dünner Schlauch zum Herzen vorgebracht, mit dessen Hilfe Kontrastmittel in die Herzkrangefäße und Herzhöhlen gespritzt werden kann. Um dieses sichtbar zu machen wird eine Röntgenanlage benötigt. Zur Verfügung steht dafür eine modernste Anlage, die sehr strahlungsarme Untersuchungen bei gleichzeitig sehr guter Bild- und Untersuchungsqualität ermöglicht. Zudem wird im Herzkatheterlabor eine Kontrastmittelinjektionspumpe verwendet, die für einen sparsamen Einsatz von Kontrastmittel sorgt. Die Untersuchungen werden von langjährig erfahrenen, invasiv tätigen Kardiologen durchgeführt. Zudem  findet auch die Aus- und  Weiterbildung langjähriger Assistenzärzte zum Facharzt für Kardiologie statt.

ambulant und stationär

ambulant und stationär

Untersuchungen finden einerseits für stationäre Patienten des Klinikum statt. Andererseits sind Untersuchungen bei stabilen Patienten, bei denen der Verdacht einer koronaren Herzkranzgefäßerkrankung besteht, auch ambulant möglich.

Eine Terminvereinbarung erfolgt dabei über unser Herzkatheterlabor (05331-934-4159). Neben dem Klinikum Wolfenbüttel führt auch eine kardiologische Praxis aus Braunschweig (Dres. Ziehn/Brattström) ambulante Untersuchungen im Herzkatheterlabor durch.

Endokrine 01
Patient mit großer Struma und mechanischen Beschwerden
Endokrine 02
Zustand nach Schilddrüsenoperation
Endokrine 03
Abb. links: Nervenstimulationsgerät
Abb. rechts: Arbeitsschema Nervenstimulator

Zugangswege: Leiste und Arm

Zugangswege: Leiste und Arm

Als Zugangswege für die Herzkatheteruntersuchungen dienen sowohl das Handgelenk (Arteria radialis), als auch die Leiste (Arteria femoralis). Im Vergleich zu anderen Kliniken wird im Klinikum Wolfenbüttel überdurchschnittlich viel über den Arm untersucht. Notwendig ist in beiden Fällen lediglich eine lokale Betäubung.

Nach der Untersuchung

Nach der Untersuchung

Nach der Untersuchung wird der Zugang aus der Pulsader entfernt.

Bei der Untersuchung von der Leiste wird der Zugang unter Verwendung einer Kompressionshilfe entfernt und nach ca. 15 Minuten ein Druckverband mit Hilfe elastischer Binden angelegt. Dieser verbleibt für ca. 5-6 Stunden. Dabei muss der Patient Bettruhe halten.

Bei der Untersuchung vom Handgelenk wird eine kleine Manschette angelegt, die sehr präzise auf die Punktionsstelle drückt. Die Kompression bleibt in diesem Fall für ca. 3 Stunden auf dem Handgelenk und wird immer wieder angepasst. Eine (Teil-)Mobilisation ist in diesem Fall sofort möglich.

Druckdrahtmessungen

Druckdrahtmessungen

Bei speziellen Fragestellungen können Einengungen der Herzgefäße durch die Verwendung von Druckdrähten noch genauer untersucht werden. Dabei wird die sogenannte iFR/FFR-Hybridmethode verwendet, die eine sehr schnelle Aussage über die Auswirkung einer Einengung auf die Durchblutung des Herzens ermöglicht.

Intrakoronarer Ultraschall

Intrakoronarer Ultraschall

Das Herzkatheterlabor verfügt auch über die Möglichkeit einen sogenannten intravaskulären Ultraschall (IVUS) durchzuführen. Diese Untersuchungstechnik wird bei sehr speziellen Fragestellungen und komplexen Einengungen eingesetzt.

Therapie der Kranzgefäße

Therapie der Kranzgefäße

Sollten relevante Einengungen an den Herzgefäßen bestehen, können diese in den meisten Fällen in der gleichen Untersuchungen therapiert werden. Dazu wird zunächst eine Aufdehnung mit einem Ballon (Ballondilatation) durchgeführt. Abschließend erfolgt in den meisten Fällen die Einbringung einer Gefäßstütze (Stent).

Spezielle Therapie der Kranzgefäße

Spezielle Therapie der Kranzgefäße

Sollten komplexere Einengungen an den Herzkranzgefäßen vorliegen, besteht auch hier häufig eine Möglichkeit zur interventionellen Therapie. Im Herzkatheterlabor können dabei auch Behandlungen von Einengungen im Aufzweigungsbereich (Bifurkationen) oder unmittelbar am Beginn des Gefäßes (Ostium) therapiert werden. Auch die Wiedereröffnung von chronisch verschlossenen Gefäßen (chronischer totaler Verschluss (CTO)) ist in vielen Fällen möglich. Dazu wird eine spezielle Untersuchungstechnik verwendet, die in den meisten Fällen in einer gesonderten Untersuchung Anwendung findet.

Herzinfarkt

Herzinfarkt

Bei Patienten mit einem akuten Herzinfarkt liegt ein akuter Verschluss eines Herzkranzgefäßes vor. Herzinfarktpatienten werden im Klinikum Wolfenbüttel als erstes Klinikum der Region seit dem Jahr 2000 rund um die Uhr behandelt. Dabei hat die rasche Wiedereröffnung des verschlossenen Herzgefäßes oberste Priorität. Idealer Weise rufen Patienten mit Symptomen eines akuten Herzinfarktes (Brustenge, Luftnot, Unwohlsein) den Rettungsdienst (112), so dass bereits vor Erreichen der Klinik durch den Notarzt die Diagnose gestellt werden kann. In den meisten Fällen erfolgt dann eine telefonische Vorabinformation der Klinik und der Herzkatheterbereitschaft, so dass die weitere Therapie ohne Zeitverlust erfolgen kann.

Herzschrittmachertherapie

Herzschrittmachertherapie

Patienten mit akuten Störungen des Herzrhythmus können im Herzkatheterlabor durch eine vorübergehende Anlage eines Schrittmachersystems stabilisiert werden. Zudem erfolgt die Anlage speziellerer Schrittmacher- und Defibrillatorsysteme teilweise im Herzkatheterlabor (kardiale Resynchronisationstherapie (CRT)).

Ereignisrecorder

Ereignisrecorder

Patienten bei denen wiederkehrende, aber unentdeckte Rhythmusstörungen vermutet werden, kann im Herzkatheterlabor ein Ereignisrecorder implantiert werden. Dazu wird ein kleinstes Aufzeichnungsgerät unter die Haut vor dem Brustkorb geschoben, welches in der Lage ist über Jahre den Herzrhythmus zu beobachten. Etwaige Auffälligkeiten werden telemedizinisch nachverfolgt.

Städtisches Klinikum Wolfenbüttel
Telefon: 05331 934-0
E-Mail: info@klinikum-wolfenbuettel.de
Telefax: 05331 934-444