Fort- und Weiterbildung

Die Fort- und Weiterbildung aller Mitarbeiter/innen ist ein sehr wichtiger Bereich, um eine qualitativ hochwertige medizinische und pflegerische Behandlung zu gewährleisten. Daher spielt der Bereich der Mitarbeiter-Schulung in der Abteilung Gastroenterologie eine sehr große Rolle.

Neben den formalen Weiterbildungs-Ermächtigungen im Fach Innere Medizin und Gastroenterologie werden zahlreiche interne und externe Aktivitäten zur Fortbildung durchgeführt.

Interne Schulungen

Interne Schulungen

Die internen Fortbildungs-Veranstaltungen der Abteilung Gastroenterologie verfolgen folgende Ziele:

  • Steigerung der beruflichen Qualifikation der ärztlichen Mitarbeiter/innen,
  • Erwerb der zertifizierten Fortbildungs-Punkte (erforderliche Zahl für Fachärzte: 250 Punkte in 5 Jahren),
  • fachlicher Austausch mit Kooperations-Partnern (z.B. Konsiliarärzte, Kliniken, Versicherungsträger, Einrichtungen der öffentlichen Gesundheitspflege etc.)
  • Förderung der bereichübergreifenden Zusammenarbeit (z.B. Pflegedienst)

Pro Jahr werden mindestens 25 strukturierte Fortbildungs-Seminare durchgeführt. Hierfür steht auf dem Klinik-Gelände ein Konferenzzentrum zur Verfügung.

Die Wahl der Inhalte der Fortbildungs-Seminare wird ermittelt durch einen einmal jährlich schriftlich abgefragten Schulungsbedarf bei den Ärzten der Klinik für Innere Medizin. Die Veranstaltung steht hinaus allen anderen MitarbeiterInnen im ärztlichen Dienst des Klinikums offen.

Gewünscht werden insbesondere fachübergreifende Seminare, d.h. Themen, die in mehreren Abteilungen von Bedeutung sind bzw. die Interaktion von verschiedenen Abteilungen berühren. Zudem wird den Seminaren in Zusammenarbeit mit dem Pflegedienst des Klinikums eine besondere Bedeutung beigemessen, bzw. auch die Übernahme von Referaten durch MitarbeiterInnen aus dem Pflegedienst.

Es erfolgt eine Zertifizierung aller Seminare durch die Akademie für ärztliche Fortbildung Niedersachsen (1-2 Punkte). Die Seminare werden durch die TeilnehmerInnen strukturiert und in anonymer Form bewertet (Bewertungsbogen). Die Bewertungen dienen dann als Grundlage für nachfolgende Fortbildungsveranstaltungen.

Einmal wöchentlich findet eine interdisziplinäre Tumorkonferenz unter Leitung der Gastroenterologie statt.

PJ-Studenten und Famulatur-Seminare

PJ-Studenten und Famulatur-Seminare

Das Klinikum Wolfenbüttel ist akademisches Lehrkrankenhaus der Georg-August-Universität Göttingen, für Famulanten und Studenten im Praktischen Jahr werden in Seminarform regelmäßig Ausbildungsthemen vermittelt. Die Klinik ist für die PJ-Ausbildung als eine der ersten Kliniken deutschlandweit zertifiziert (nach MTF-Zert).

Externe Schulungen

Externe Schulungen

Die regelmäßige Teilnahme an externen Fortbildungs-Veranstaltungen wird gewünscht und auch durch die Abteilung Gastroenterologie unterstützt.

Nach der Teilnahme an externen Fortbildungsveranstaltungen erfolgt in der Regel die Berichterstattung für die anderen ärztlichen Mitarbeiter, z.B. in Form von Kongress-Berichten.

Der Bedarf an externen Schulungen wird jährlich bei jedem Mitarbeiter im Ärztlichen Dienst erfragt. Es wird dann ein integrierter Schulungsplan-Plan für die Abteilung aufgestellt.

Weiterbildung

Weiterbildung

In Zusammenarbeit mit dem Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie, Herrn Prof. Dr. Dirk Hausmann, wird im Rahmen der Weiterbildungsordnung von 1996 die komplette Weiterbildung zum Arzt für Innere Medizin angeboten.

Im Rahmen der neuen Weiterbildungsordnung von 2005 wird (in Kooperation mit der Abteilung Kardiologie) die Basisweiterbildung Innere Medizin (36 Monate) sowie das Fachgebiet Innere Medizin und Gastroenterologie angeboten.

Basisweiterbildung Innere Medizin

Basisweiterbildung Innere Medizin

Gemäß der aktuellen Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Niedersachen umfasst die Ausbildung insbesondere den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in:

  • der Gesundheitsberatung, der Früherkennung von Gesundheitsstörungen einschließlich Gewalt- und Suchtprävention,
  • der Prävention, der Einleitung und Durchführung rehabilitativer Maßnahmen sowie der Nachsorge der Erkennung und Behandlung von nichtinfektiösen, infektiösen, toxischen und neoplastischen sowie von allergischen, immunologischen, metabolischen, ernährungsabhängigen und degenerativen Erkrankungen auch unter Berücksichtigung der Besonderheiten dieser Erkrankungen im höheren Lebensalterden
  • Grundlagen der gebietsbezogenen Tumortherapieder
  • Betreuung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten
  • der Indikationsstellung, sachgerechten Probengewinnung und -behandlung für Laboruntersuchungen und Einordnung der Ergebnisse in das jeweilige Krankheitsbild
  • geriatrischen Syndromen und Krankheitsfolgen im Alter einschließlich der Pharmakotherapie im Alter
  • psychogenen Symptomen, somatopsychischen Reaktionen und psychosozialen Zusammenhängen einschließlich der Krisenintervention sowie der Grundzüge der Beratung und Führung Suchtkranker
  • Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen
  • ernährungsbedingten Gesundheitsstörungen einschließlich diätetischer Behandlung sowie Beratung und Schulung
  • den Grundlagen hereditärer Krankheitsbilder einschließlich der Indikationsstellung für eine humangenetische Beratung
  • der Indikationsstellung und Überwachung physikalischer Therapiemaßnahmen
  • der gebietsbezogenen Arzneimitteltherapieder Erkennung und Behandlung akuter Notfälle einschließlich lebensrettender Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen und Wiederbelebung
  • der Bewertung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, der Arbeitsfähigkeit, der Berufs- und Erwerbsfähigkeit sowie der Pflegebedürftigkeit
  • der intensivmedizinischen Basisvorsorgung

Weiterbildung Innere Medizin und Gastroenterologie

Weiterbildung Innere Medizin und Gastroenterologie

Gemäß der aktuellen Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Niedersachen umfasst die Ausbildung insbesondere den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in 

  • den Inhalten der Basisweiterbildung
  • der Erkennung und Behandlung der Krankheiten der Verdauungsorgane einschließlich Leber und Pankreas sowie der fachbezogenen Infektionskrankheiten, z. B. Virushepatitis, bakterielle Infektionen des Intestinaltraktes
  • der Endoskopie einschließlich interventioneller Verfahren
  • der Ernährungsberatung und Diätetik bei Erkrankungen der Verdauungsorgane einschließlich enteraler und parenteraler Ernährung
  • der Facharztkompetenz bezogenen zusätzlichen Weiterbildung Medikamentöse Tumortherapie als integraler Bestandteil der Weiterbildung
  • der Indikationsstellung, Durchführung und Überwachung der zytostatischen, immunmodulatorischen, antihormonellen sowie supportiven Therapie bei soliden Tumorerkrankungen des Schwerpunkts einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen
  • der Mitwirkung bei interdisziplinären interventionellen Verfahren, z. B. radiologische und kombiniert radiologisch-endoskopische Verfahren wie transjuguläre Leberpunktion, transjugulärer portosystemischer Shunt (TIPSS), perkutane transhepatische Cholangiographie (PTC) und Drainage (PTD), PTD im Rendezvous-Verfahren mit ERCP und bei endosonographischen Untersuchungen des Verdauungstraktes
  • der interdisziplinären Indikationsstellung zu chirurgischen, strahlentherapeutischen und nuklear-medizinischen Behandlungsverfahren
  • der Erkennung proktologischer Erkrankungen und der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlungder intensivmedizinischen Basisversorgung

Dazu kommen die von der ÄK definierten Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:

  • abdominelle Sonographien einschließlich der Duplex-Sonographien der abdominellen und retroperitonealen Gefäße sowie sonographische Interventionen
  • Ösophago-Gastro-Duodenoskopie einschließlich interventioneller Maßnahmen, insbesondere Blutstillung, Varizenbehandlung, perkutane-endoskopische Gastrostomie, Mukosaresektion, Dilatationen und Bougierungen, thermische und andere ablative Verfahren
  • endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie einschließlich Papillotomie,
  • Steinextraktionen und Endoprothesenimplantation sowie radiologischer Interpretation
  • Intestinoskopie
  • Koloskopie einschließlich koloskopischer Polypektomie
  • Prokto-/ Rekto-/ Sigmoidoskopie einschließlich therapeutischer Eingriffe
  • interventionelle Maßnahmen im oberen und unteren Verdauungstrakt einschließlich endoskopische Blutstillung, Varizentherapie, Thermo- und Laserkoagulation, Stent- und Endoprothesenimplantation,
  • Polypektomie
  • Mitwirkung bei Laparoskopien einschließlich Minilaparoskopien
  • abdominelle Punktionen einschließlich Leberpunktionen
  • manometrische Untersuchungen des oberen und unteren Verdauungstraktes
  • Funktionsprüfungen, insbesondere Langzeit-pH-Metrie des Ösophagus, H2-Atemteste, C13-Atemteste
  • zytostatische, immunmodulatorische, antihormonelle sowie supportive Therapiezyklen bei soliden Tumorerkrankungen der Facharztkompetenz einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen
  • Chemotherapiezyklen einschließlich nachfolgender Überwachung

Der Ausbildungsweg beginnt mit der strukturierten Einarbeitung, falls der Mitarbeiter bisher noch nicht in der Abteilung Gastroenterologie beruflich tätig war. Die Durchführung der gastroenterologischen Diagnostik erfolgt neben der regulären Tätigkeit im Stationsdienst.

Promotion

Promotion

Es besteht immer die Möglichkeit einer Promotion bei Prof. Dr. Kinan Rifai.