Die multimodale stationäre Schmerztherapie

Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,

wir begrüßen Sie auf der Homepage des Klinikum Wolfenbüttel im Bereich der multimodalen Schmerztherapie.

Die Behandlung von Menschen mit chronischen Schmerzen ist sicherlich eine der aufwendigsten Therapien in der Medizin. Gerade für einen ambulant tätigen Arzt ist es aus den verschiedensten Gründen kaum möglich, den Patienten so zu behandeln, wie man es sich nach den eigenen Vorstellungen eigentlich wünschen würde.

Hier wollen wir unsere Hilfe anbieten.

Das Angebot:

Das Angebot:

Die multimodale stationäre Schmerztherapie ermöglicht eine intensive und „ganzheitliche“  Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen oder von Patienten, die hochgradig gefährdet sind zu chronifizieren (vergleiche Leitlinie Kreuzschmerz, „Yellow flaggs“). Ab April 20018 stehen 12 Betten zur Verfügung. Der stationäre Behandlungszeitraum beträgt, je nach Schwere der Erkrankung und der geleitenden Indikationen, 12 bis 17 Tage. In dieser Zeit bekommt jeder Patient eine individuelle, optimierte Therapie durch die Psychologen Dr. Léonie Kerper, Elfi Ebrecht und Eve von Sassen und dem Team der Physiotherapie insbesondere Panagiotis Orfanos, Katarzyna Kendzierski und Sonja Seiffert. Die Leitung der Schmerztherapie liegt bei Dr. Nils Beiser und wird tatkräftig von den Weiterbildungsassistenten Stefanie Hoffmann und Jutta Wolff unterstützt. Pflegerisch und organisatorisch kümmern sich Christine Wiesner (Pain nurse plus) und Ludmila Bauer (Pain nurse) um die Patienten. Externe Kollegen einer ergotherapeutischen Praxis werden mit eingebunden. Um die Therapie möglichst nebenwirkungsarm zu gestalten werden auch sogenannte komplementäre Verfahren, wie Akupunktur, Manuelle Medizin oder Naturheilkunde, angewendet. Ebenso gibt es zusätzliche Therapieangebote, die nach Möglichkeiten variieren und zwischen Kunst und Tanz über Yoga und Aromatherapie bis hin zu asiatischer Kampfkunst liegen können.

Die Indikationen und Anmeldung:

Die Indikationen und Anmeldung:

Neben der Patientenmotivation für eine stationäre Therapie mit Psychotherapie, eine Mobilisierung auf beiden Beinen und ein ausreichendes Sprachverständnis mit entsprechender kognitiver Leistung gelten die offiziellen Indikationen des OPS Katalogs:

Es müssen 3 der 5 Indikationen / Merkmale für den Patienten zutreffend sein!

  • manifeste/drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit
  • Fehlschlag einer vorherigen unimodalen Schmerztherapie (Physiotherapie, Ergotherapie, Medikamente, Infiltrationen u. Ä.)  oder eines schmerzbedingten operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung
  • bestehende(r) Medikamentenabhängigkeit oder -fehlgebrauch
  • schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung
  • gravierende somatische Begleiterkrankung (Organinsuffizienzen; Diab. mel.; COPD; etc.; auch Patienten mit massiven, körperlichen Bewegungseinschränkung, die ein tägliches Anreisen unzumutbar machen. Jedoch keine Patienten, die im Bett immobilisiert sind. Hierfür ist dies das falsche Konzept.)

Zur Sicherung der Indikationen und zur Anmeldung nutzen Sie bitte unsere

Anmeldung /Indikationsliste.

Das Ausfüllen sollte nicht mehr als fünf Minuten in Anspruch nehmen.

Dies bitte per Fax an: 05331-934-3602.

Bitte denken Sie an die Krankenhauseinweisung mit der Diagnose "chronisches Schmerzsyndrom" mit dem Vermerk "stationäre multimodale Schmerztherapie bei unzureichenden Erfolg bisheriger unimodaler Schmerztherapien".

Hierauf hin bekommt der Patient den deutschen Schmerzfragebogen der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. zu gesendet, den der Patient eigenständig ausfüllen soll.

Ist auch hieraus die Indikation ersichtlich, wird der Patient zum prästationären Assessment eingeladen. Dieses umfasst eine Untersuchung durch alle drei primär beteiligten Fachdisziplinen über ungefähr 3,5 Stunden. Kann die Indikation zur stationären Aufnahme verifiziert werden, erfolgt diese in der Regel innerhalb von 2-4 Wochen. Die Wartezeit bis zum Assessment ist allerdings abhängig von der Belegung und der Nachfrage.

Die weiterführende Behandlung:

Die weiterführende Behandlung:

Bereits über den Anmeldebogen können Sie angeben, ob Sie zum Abschluss des stationären Aufenthaltes einen kurzen Anruf von uns bekommen möchten, in dem wir mit Ihnen den aktuellen Stand der Behandlung Ihres Patienten und unsere Ideen besprechen. Ein ausführlicher Brief zur Entlassung bzw. kurz danach ist selbstverständlich.

Für Sie sind wir Ansprechpartner, wenn es zu Problemen oder Fragen kommen sollte.

In Planung ist eine Vernetzung von ambulanten Kollegen aller notwendigen Fachdisziplinen zur nachhaltigen poststationären Weitertherapie.

Städtisches Klinikum Wolfenbüttel
Telefon: 05331 934-0
E-Mail: info@klinikum-wolfenbuettel.de
Telefax: 05331 934-444